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Die Trends 2017 im E-Commerce

Die Trends 2017 im E-Commerce

E-Commerce, News & Trends

Die Trends 2017 – Mehr Sport, weniger essen, seltener mit dem Smartphone daddeln und endlich mit dem Rauchen aufhören… Zum Jahreswechsel gibt es immer reichlich gute Vorsätze. „2017 wird alles anders!“ Hoffentlich messbar besser.

Nur privat oder auch beruflich noch einiges vor? Der digitale Wandel meint für manche industrie4.0, für andere den Einstieg in den Multichannelvertrieb. Die Mehrzahl der deutschen Unternehmen, ca. 80 Prozent, vertreiben bereits ihre Produkte und Dienstleistungen über das Internet. Ein Drittel der Unternehmen betreibt einen Webshop in Eigenregie. Immer weniger mit wachsendem Erfolg, denn die Konkurrenz wird zusehens stärker.

Zeit für Optimierungen und Neuerungen, die wieder (zurück) nach vorn bringen. Hier ein paar interessante Stellschrauben in den Trends 2017.

 

Neue Netzwerke | Social Commerce

Social Commerce ist ein altes, gleichsam neues Thema. Das Potential der sozialen Netzwerke war schon viele Jahre beschworen, doch haben Facebook, Instagram, Youtube und twitter noch nicht lange echte Relevanz. Blogger und YouTuber versammeln teilweise Tausende, teilweise Millionen Follower und feiern sich als Topstars im Influencer Marketing. Auch werden es immer mehr Erfolgsgeschichten, dass direkt in den sozialen Netzwerken verkauft wird.

 

Neue Inhalte | Content Marketing

Storytelling schien 2015 die E-Commerce-Welt zu revolutionieren. Shopware krempelte mit seiner Version 5.0 und dem Versprechen „Emotional shopping on any device“ die Szene um. Statt Warendruck direkt auf der Home wurden erst einmal lange Geschichten mit großen Bildern erzählt. Fortan entstanden die vermutlich schönsten Shops aller Zeiten. Inzwischen beginnen nicht wenige mit dem Rückbau. Content ist immer noch wichtig, vielleicht sogar wichtigster Faktor, wenn man an ganz simple an SEO denkt. Die spannendere Frage wird sein, an welcher Stelle ausgefeilte Produktdaten Inhalte den entscheidenden Unterschied machen. Mancher Interessent will sich vielleicht wirklich nur informieren. Wenn man nach Befriedigung des Informationsbedürfnisses die Brücke zum Kauf schlagen kann, gewinnt man einige neue Kunden auf dem selben Kanal.

 

Neue Kommunikationswege als Zubringer | Bestellsysteme

Bestellen ist in Amazon Echo-Zeiten buchstäblich kinderleicht geworden, nachdem gigantische Spielzeugbestellungen von unbeaufsichtigten Kindern für ein ganz anderes Echo in der Presse gesorgt haben. Wünsche via Spracheingabe kennen viele von uns längst aus dem Auto, wo Navi und Telefon gesteuert werden. Vergleichbar mit Amazon Dash werden über die entsprechenden System-Anbieter Nachfragen kanalisiert. Man steuert nicht mehr den Kauf und entscheidet sich für Option A, B oder C. Das nehmen zukünftig Amazon & Co. gern ab.

 

Neue Interaktionswege | Messenger

Der mehrere hundert Seiten starke Versandkatalog ist Geschichte. E-Mail und SMS verlieren gleichsam kontinuierlich an Gewicht. Mit WhatsApp und Facebook(-Messenger) & Co. tun sich neue, gleichsam zeitgemäßere Interaktionskanäle auf. In Smartphone-Zeiten nutzen die meisten von uns diverse Messenger – warum nicht auch auf dem Kanal mit seinen Kunden kommunizieren? Im Radio und Fernsehen haben die neuen Kanäle längst Fuß gefasst. Vielleicht setzen sich die Trends 2017 im E-Commerce fort?!

 

Neue Versandwege | Zustellung

Prozesse verdienen bekanntlich das Geld. Die meisten Shopbetreiber haben in den letzten Jahren mit Marketingmaßnahmen in Frequenzsteigerung investiert. Viele potentielle Kunden in den Shop bekommen und dann möglichst hohe Conversions erzielen. Die Zustellung lief in den meisten Onlineshops gleich. Wer auch stationär in räumlicher Nähe ist, kann über Same Day Delivery auch Click and Collect bieten. Damit bieten sich insbesondere für Filialisten ganz neue Möglichkeiten, die Hersteller und Händler unter erhöhten Zugzwang setzen werden.

 

Neue Kundenorientierung | Real Time Customization

Auch ohne komplexe Business Intelligence (BI) und Business Analytics (BA) kommen reichlich Kundeninformationen zusammen. Kaufhistorien und Crossselling-Empfehlungen Empfehlungen nutzt heute fast jeder Onlinehändler. Es ginge in BigData-Zeiten weit mehr. Predictive Analytics ist von BI und BA der kleine Bruder. Mit PA wird Real Time Customization möglich. Die kleinste Form der Real Time Customization ist eigentlich die richtige Ausspielung der Inhalte auf das gerade ansprechende Device. Es gibt immer noch eine nicht unerhebliche Zahl von Shops, die nicht responsive sind und so nicht auf mobilen Geräten laufen.

 

Neue Standards | Technik state of the art

Mit Responsive Design endete der Real Time Customization-Tipp. Bei teilweise 50% und noch mehr mobilem Traffic absoluter Standard. Auch die Suche ist heute über dem Standard Standard. Findologic, Fact finder und Elastic Search sorgen in jedem erfolgreicheren Shop für mehr Conversion. Schließlich will der Kunde finden und nicht suchen. SEO geht nicht nur mit Content sondern auch mit Technik einher. Es gibt weit mehr als ordentliche Google-Exporte und Sitemaps, die zu ordentlichen Listings führen. Viele Shops sind mit kryptischen Bildnamen unterwegs und Suchanfragen nach temporär ausverkauften Artikeln verirren sich, statt auf Alternativen zu verweisen.

Der letzte Absatz streift Themen, die schon 2007 als Trends im E-Commerce thematisiert wurden. Es sind gerne Dauerbaustellen, die nicht selten sträflich vernachlässigt werden. Eine ordentliche Warenwirtschaftsanbindung oder die Einführung einer Middleware zur Kanalsteuerung – wohlmöglich mit PIM-Funktionalität – ist zugegeben kein Innovationsthema und damit einer der Trends 2017. Vielleicht aber die messbar effektivste Verbesserung des Jahres. … das ist übrigens mit den anderen Vorsätzen nicht anders. Jeder vierte Deutsche will im neuen Jahr – wieder – mehr Sport machen. Also, nicht lange darüber reden, sondern machen!

 

Über den Autor

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